Kein Geschöpf ist dazu bestimmt, unbeweglich zu bleiben. Objekte, insbesondere solche, die mit Sorgfalt und Hingabe gefertigt wurden, tragen die Fähigkeit in sich, viele Leben zu leben, von einem Ort zum anderen zu wandern und gemeinsam mit ihren Nutzern Erfahrungen zu sammeln.
Eine Tasche, ein Rucksack, ein Accessoire: Sie sind nicht bloß nützliche Werkzeuge, sondern stille Begleiter, die Bruchstücke unseres Lebens dokumentieren. Sie reisen mit uns, bewahren Erinnerungen, nehmen die Spuren unserer Gewohnheiten und Gefühle auf. Ein Kratzer ist niemals ein Makel, sondern die Spur eines erlebten Augenblicks. Abgenutzte Kanten erzählen von Arbeitstagen, von unerwarteten Reisen, von Wartezeiten und Abschieden.
In diesem Sinne werden Gegenstände zu Archiven persönlicher Erinnerungen , zu Fragmenten einer Erzählung, die sich nicht mit Worten beschreiben lässt, aber durch Berührung, in der Beschaffenheit einer Oberfläche, in der Wärme, die ein Material nach jahrelangem Gebrauch annimmt, wahrgenommen werden kann.
Der Unterschied zwischen einem anonymen und einem handgefertigten Produkt liegt genau darin: Ersteres bleibt stumm, wird spurlos verbraucht; Letzteres wächst mit seinem Träger, wandelt sich, häutet sich. Es ist ein fortwährender, unsichtbarer Dialog zwischen Material und Zeit, zwischen Handwerker und Reisendem.
Und genau in diesem Dialog entsteht wahre Einzigartigkeit. Keine zwei Objekte sind identisch, nicht nur aufgrund ihrer handwerklichen Perfektion, sondern weil jedes seinen eigenen Weg geht und eine einzigartige Geschichte erzählt. So wird ein Werk Teil der Identität: nicht nur ein Symbol des guten Geschmacks, sondern ein persönliches Zeugnis des Lebens derer, die es wählen.

Einen Gegenstand zu tragen, der für die Ewigkeit gemacht ist, bedeutet , einen Reisebegleiter zu wählen , der stillschweigend deine Geheimnisse und deine Reisen bewahrt. Er ist der authentischste Beweis dafür, dass ein Artefakt niemals bloß Materie ist: Es ist Erinnerung, Zeit, die mit unserem Leben verwoben ist.